Die Chronik eines Umbaus
Der Umbau des historischen Wasserturms in ein Hotel dauerte rund zwei Jahre und erforderte zum Teil spektakuläre Baumaßnahmen.
Im Januar 2005 wurde im Inneren des Turms zunächst die alte Pumpenanlage demontiert sowie zwei Wasserkessel mit je 25 Metern Durchmesser zerschweißt. Kräne hievten die einzelnen Stahlplatten der Wasserbehälter danach in luftiger Höhe durch die Dachöffnung. Die stählerne Dachkonstruktion war zuvor auseinandergenommen worden. Sie als Ganzes vom Turm zu heben war nicht möglich gewesen - der Stahl war über die Jahrzehnte zu marode geworden.
Gleichzeitig wurde das 150 Jahre alte Backsteingewölbe - in das der Wasserturm 1911 hinein gebaut worden war - vom Teeranstrich befreit. Um für die Hotelgäste einen Zugang vom Gewölbe in das Turminnere zu schaffen, mussten Durchbrüche in die eineinhalb Meter starke Fundamentwand des Wasserturms gefräst werden. Die heraus
gesägten Betonblöcke wurden im Turm gesprengt, um sie transportieren zu können.
Weil rund um die Uhr gearbeitet wurde, wuchs im Winter 2005 / 2006 der
Erschließungsschacht im ausgehöhlten Turm täglich um viereinhalb Meter - bis die Betonröhre aus dem Backsteinturm ragte. Danach wurden rund um den Erschließungskern die 20 Geschosse eingezogen. In jeder Etage wurden die Zimmer wie bei einer Torte
rund um den Kern angeordnet. Dieses Betonskelett trägt inzwischen die alte Ziegelfassade, die ansonsten mittelfristig vom Einsturz bedroht gewesen wäre.
Kurz vor der Eröffnung des Hotels verschwindet im Frühjahr 2007 noch das neue Erschließungsgebäude an der Straße Sternschanze unter der Erde. Der Hang darüber wird
begrünt und die öffentlichen Wege im Park wieder hergestellt.